Stuttgarts Schaetze

Und er sprach: « lasst uns alle Schätze Stuttgarts zerstören » und so geschah es..

                                                                                                                                                 Foto by @DankeOlga

Diese Artikelsammlung stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie richtet sich an diejenigen, denen Stuttgart und der Rosensteinpark am Herzen liegt!

Die Stadt Stuttgart bewirbt den Rosensteinpark auf ihrer Online-Plattform wie folgt: Der Rosensteinpark steht unter Denkmalschutz und darf nicht verändert werden.                                                                            Der Rosensteinpark gilt als der bedeutendste Landschaftspark Süddeutschlands, als eine der letzten klassischen “englischen” Gartenanlagen, die nach dem Vorbild der Natur gestaltet wurden. Er wurde in den Jahren nach 1824-1840 auf Anordnung des Königs Wilhelm nach Plänen des Hofgärtners Johann Bosch angelegt. Heute gehört der Park dem Land Baden-Württemberg und steht unter Denkmalschutz. Der Rosensteinpark liegt oberhalb vom Neckar zwischen Neckartal-, Prag-, Nordbahnhof und Ehmannstraße. Eingänge befinden sich am Löwentor an der Kreuzung Prag-/Nordbahnhofstraße, in der Ehmannstraße beim Museum am Löwentor, bei der Wilhelma (Bellevueweg) und am Unteren Schlossgarten. 

http://www.stuttgart.de/item/show/305802/1/dept/108940

Der denkmalgeschützte Rosensteinpark beherbergt das Staatliche Museum für Naturkunde am Löwentor und das Staatliche Museum für Naturkunde im schönen Schloss Rosenstein – eine tolle Kombination aus Kultur, Erlebnis und Entspannung.
Durch das prächtige Löwentor gelangt man von Norden in den weitläufigen Park, der Anfang des 19. Jahrhunderts im Stil eines englischen Landschaftspark angelegt wurde.
Mit seinen rund 100 Hektar zählt er zu den schönsten Grünanlagen der Landeshauptstadt. Zunächst war der Park nur mit heimischen und exotischen Laubbäumen bepflanzt, ab 1838 kamen mächtige Nadelhölzer wie der kalifornische Mammutbaum hinzu.
Der Rosensteinpark steht unter Denkmalschutz und darf nicht verändert werden. Der Ostteil des Parks wird durch den zoologisch-botanischen Garten der Wilhelma begrenzt. Im Nordwesten liegt das Staatliche Museum für Naturkunde am Löwentor mit Sauriern, Fossilien und dem Schädel des Steinheimer Urmenschen. Eine “Zeitspur” mit Daten zur erdgeschichtlichen Entwicklung führt ins Museum.
Im südlichen Park liegt Schloss Rosenstein – erbaut unter König Wilhelm I. zu seinem vierzigsten Geburtstag. Heute im Schloss: das Staatliche Museum für Naturkunde Schloss Rosenstein mit seinen zoologisch-botanischen Schausammlungen mit Tieren aus aller Welt. Davor räkeln sich wohlig zwei Nymphen und regen zum Nachahmen und Entspannen an. Ein entzückender Rosengarten, geschmückt mit zierlichen Statuen, grenzt an die Ostseite des Schlosses an.

http://www.stuttgart-tourist.de/de/25855eed-0e1f-0c4a-58f4-f111be1d67d6/a-437

Verschiedener Quellen zufolge unterliegt der Rosensteinpark der FFH Richtlinie 92/43/EWG

http://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_92/43/EWG_(Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)

@LGNPCK

Die Werbebildchen der Projektpartner, ab Min. 13.00 enttarnt von Sigfried Busch in…

Rosensteinpark + Schloss Rosenstein | Visualisierung: Aldinger & Wolf                         Rosensteinpark + Schloss Rosenstein | Visualisierung: Aldinger & Wolf

…„schöne neue Stadt?“

http://www.fluegel.tv/beitrag/1408

Bäume in Gefahr, Denkmalschutz wird erneut ignoriert! (Artikel von 2011)

Im Herbst fallen 23 alte Bäume im Rosensteinpark, 98 Großbäume insgesamt!! 20.02.2011

Im Rosensteinpark fallen bald Bäume

Jörg Nauke, 20.02.2011 10:03 Uhr

Stuttgart – Der Mittlere Schlossgarten ist für die Gegner von Stuttgart 21 zum Symbol für die “Zerstörungskraft des Bahnprojekts” geworden. Dort campieren selbst ernannte Parkschützer, die sich an Platanen ketten, Widerstandsbäume pflanzen und auf Kundgebungen für Baumverpflanzung statt Abholzung plädieren. Der aktive Protest werde sich jedoch bald splitten und teilweise an den Cityrand verlagert werden müssen, sagt der Initiativengründer Klaus Gebhard.
Die Deutsche Bahn hat am Freitag auf Anfrage bestätigt, in der nächsten Fällperiode (Oktober bis Februar) auch in dem von der Europäischen Union als besonders schützenswert erachteten Rosensteinpark alte Bäume zu fällen – 23 werden es sein, mit Stammumfängen bis zu 2,20 Meter. Im südwestlichen Parkbereich, auf Höhe des Abstellbahnhofs, würden 1,3 Hektar Parkgrün für die Großbaustelle geopfert, so das Projektbüro.

Abholzverbot gilt nur für den Schlossgarten

Insgesamt werden in dem von Feuerbach bis Bad Cannstatt reichenden Planfeststellungsabschnitt 98 Bäume mit einem Stammdurchmesser über 80 Zentimeter gefällt. Dem steht jedoch die Pflanzung von 147 neuen Bäumen gegenüber. Das Abholzverbot, das der Vermittler Heiner Geißler in seinem Schlichterspruch verhängt hat, gilt nur für den Schlossgarten. Gerhard Pfeifer vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 fordert, das Fällverbot auch auf die Bäume im Rosensteinpark auszuweiten. Diese Botschaft ist offenbar angekommen: Die Bahn teilte jetzt mit, “im Rahmen des Dialogforums bietet sich die Gelegenheit, über Möglichkeiten zum weiteren Umgang mit diesen Bäumen zu sprechen”.
Zwei Bereiche des Rosensteinparks sind besonders betroffen: Am östlichen Rand (bei der B 10) müssten für das neue Tunnelportal 37 Bäume mit Stammumfängen von mehr als 80 Zentimetern gefällt werden, heißt es im Planfeststellungsbeschluss für den Bau von Stuttgart 21. Durch eine Baustraße zwischen dem Tunneleingang und der Kreuzung B 10/Cannstatter Straße werde eine besonders geschützte Baumhecke “beeinträchtigt”. Von wann an beeinträchtigt werde, sei aber nicht klar.      

Ehmannstraße wird verlegt
Besonders augenfällig wird die Baustelle werden, in der die Ver- und Entsorgung der Tunnelvortriebe in Richtung Ehmannstraße und zum Hauptbahnhof abgewickelt wird: In Stuttgart-Nord sieht sich die Bahn gezwungen, schon bald die zum Abstellbahnhof führende Ehmannstraße in den Park hinein zu verlegen, weil eine 260 Meter lange Baugrube für den Fernbahntunnel “nahezu auf die gesamte Länge” in die bestehende Ehmannstraße einschneidet.
Sechs Meter breit ist der deshalb benötigte Bypass; er führt die nächsten Jahre auf Höhe der Bahnunterführung quer über die Wiese zum Abstellbahnhof. Der gesamte Bereich wird für die Baulogistikfläche benötigt, weshalb die 23 Bäume am Parkrand gefällt werden müssten. Der Rosensteinpark ist wegen der Vorkommen stark gefährdeter Juchtenkäfer, von seltenen Vögeln und von Fledermäusen für den Naturschutz von besonderer Bedeutung. Die Bahn verspricht, keine Bäume zu fällen, in denen der Juchtenkäfer lebt. Die Fällaktion führte aber “zum Lebensraumverlust für Vögel wie den Grünspecht”, heißt es im Planfeststellungsbeschluss.
Dauerhafte Beeinträchtigungen der Parkflächen würden auch durch die Tunnelportale auftreten. Würden die Projektgegner die Alternative K 21 entwickeln, müssten allerdings auch sie am Ostrand Bäume fällen oder versetzen.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-im-rosensteinpark-fallen-bald-baeume.50d95a67-660b-4b61-b9f8-03a9a3a79551.html

Bedrohte Bäume im Rosensteinpark

Baumführer der bedrohten Bäume im Rosensteinpark von Bruno Baumann. 03.06.2012


http://parkschuetzer.de/assets/statements/130904/original/Angriff_auf_Rosensteinpark-redu.pdf?1338728078  

Weitere Pläne von Klaus Gebhardt sind hier zu finden 10.04.2012

http://schaeferweltweit.wordpress.com/2012/04/10/rosensteinpark-stuttgarter-historie-wird-abgeholzt/

Baustelle im Rosensteinpark. 26.01.2011

Baumaßnahmen in Bad-Cannstatt PFA 1.5

                                                                                                    Quelle: Bahnprojekt Stuttgart-Ulm

Das Golden Gatele

Für die neue Bahnbrücke aus dem Hause Schlaich & Partner werden die Holzbrücke und der Elefantensteg geopfert.

Die Betonbrücke im Vordergrund bleibt funktionslos erhalten.

Unter den Gleisen der Eisenbahnbrücke wird ein Fußgängerweg eingehängt, künftig wird dies der einzige Überweg für Spaziergänger sein.

Der 1977 errichtete Neckarsteg zählt zu den weitest gespannten Holzbalkenbrücken der Welt

Quelle: http://www.karl-gotsch.de/Monatsbruecken/2007Mai.htm

Der Ersatz-Überweg „Wilhelma“ ist übrigens nicht barrierefrei

http://bambuser.com/v/2698489

In eigener Sache

Die Platanenalee soll laut Projektpartnern erhalten bleiben.

Hier tun sich für mich folgende Fragen auf:

  • wie verlaufen die Baulogistikstraßen ohne den Bäumen zu schaden?

  • überleben die Platanen die Wassermanipulationsmaßnahmen der Bahn?

  • sollte S21 jemals fertig sein und der Bahndamm zur Grundstückserschließung muss abgetragen werden – spätestens dann steht die Platanenallee im Weg!

Bereits vollzogene Zerstörung

Rosensteinstraße 03.06.2012

wp14http://www.flickr.com/photos/57193853@N03/sets/72157630033175262/

Rosensteinstraße. 12.06.2011

http://imageshack.us/g/26/img4663o.jpg/

Elefantensteg ab Montag gesperrt. 03.04.2011

http://yfrog.com/h7fh2yzj

Rosensteintunnel. 25.03.2011

http://www.parkschuetzer.de/assets/statements/72691/original/Rosensteintunnel.jpg?1301067931


So saht’s vor 1 Jahr an den Sprudlern im Rosensteinpark aus. 05.02.2011

http://yfrog.com/h7fh2yzj“

Der Rosensteintunnel

Für den Bau des auf falschen Zahlen beruhende B10/ Rosensteintunnel (siehe unten) muss selbstverständlich auch die SSB Haltestellen verlegen

Stadtbahnlinie U14

Verlegung der Haltestelle Wilhelma im Zuge des Projektes
B10-Rosensteintunnel


Die Stadtbahn-Haltestelle Wilhelma ist im Weg: Wegen des Baues des B10-Rosensteintunnels kann sie nicht mehr an ihrem heutigen Platz bleiben. Die nötige Verlegung nützt die SSB, um direkt vor dem Haupteingang eine neue, städtebaulich attraktive Haltestelle zu schaffen, mit der die SSB Kunden „in der ersten Reihe“ sitzen. Mit der Stadtbahn kommt man damit dichter an den Eingang heran als mit jedem anderen Verkehrsmittel.

Verlegung der Haltestelle Wilhelma im Zuge des Projektes

B10-Rosensteintunnel

Die Stadtbahn-Haltestelle Wilhelma ist im Weg: Wegen des Baues des B10-Rosensteintunnels kann sie nicht mehr an ihrem heutigen Platz bleiben. Die nötige Verlegung nützt die SSB, um direkt vor dem Haupteingang eine neue, städtebaulich attraktive Haltestelle zu schaffen, mit der die SSB Kunden „in der ersten Reihe“ sitzen. Mit der Stadtbahn kommt man damit dichter an den Eingang heran als mit jedem anderen Verkehrsmittel.

Seit vielen Jahren plant die Stadt Stuttgart, die Verkehrsprobleme entlang der B10 in Stuttgart zu lösen. Nachdem im Sommer 2006 der Pragsatteltunnel eingeweiht wurde und seit Ende letzten Jahres auch die Heilbronner Straße zumindest stadteinwärts dreistreifig befahrbar ist, soll als nächstes die B10 zwischen den SSB-Haltestellen Rosensteinpark und Wilhelma in einem Tunnel unter dem Rosensteinpark verschwinden.

Außerdem soll ein grundlegender Umbau des komplizierten Knotens am Leuzebad erfolgen, durch den unter anderem der ungeliebte Wender für die Fahrzeuge von Richtung Esslingen zur Innenstadt entfallen soll. Als nach langer Diskussion im Umwelt- und Technik-Ausschuss des StuttgarterGemeinderates das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung (ASS) eine Lösung für diesen schwierigen Bereich präsentieren konnte, begannen die Mitarbeiter des Tiefbauamts und der beauftragten Ingenieurbüros Ende 2005 mit der technischen Umsetzung der Pläne.

Dabei wurde schnell klar, dass die Baumaßnahmen nicht ohne Folgen für die Stadtbahnanlagen der SSB bleiben würden. Das südliche Tunnelportal, das den Ausgangspunkt der bergmännischen Tunnelarbeiten darstellt, liegt unter der heutigen Stadtbahnhaltestelle Wilhelma. Die Gleise liegen in diesem Bereich im Endzustand rund 1,70 Meter höher als heute. Während des Baues kann in diesem Bereich nur eingleisig gefahren werden. Daher war zuerst geplant, die Haltestelle für die Bauzeit provisorisch in den Bereich vor der Wilhelma zu verlegen. Die Prüfung der Planungen durch die SSB ergab aber, dass ein erneuter Bau der Haltestelle an dieser Stelle nicht möglich ist. Durch die Anhebung der Gleise und die heute geltenden Anforderungen an die Barrierefreiheit hätten die Zugangsrampen eine solche Länge erreicht, dass die Haltestelle bis jenseits des Tunnelportals hätte verschoben werden müssen. Diese massive Verschlechterung der bereits heute nicht sehr vorteilhaft positionierten Haltestelle war nicht darstellbar. Zudem hätten sich in der neuen Lage äußerst kritische Spalten zwischen Bahnsteig und Fahrzeug ergeben.

Vor die Wilhelma
So entstand die Idee, die Haltestelle nicht nur provisorisch, sondern gleich dauerhaft vor der Wilhelma zu verschieben. Da nach der Inbetriebnahme des Rosensteintunnels die Neckartalstraße vor der Wilhelma von vier auf zwei Fahrstreifen reduziert wird, ist dafür auch ausreichend Platz vorhanden. Da die gesamte Wilhelma und insbesondere die Terrakottawand unter besonderem denkmalrechtlichen Schutz stehen, war von Beginn an klar, dass die Planung der neuen Haltestelle mit viel Fingerspitzengefühl und einem hohen gestalterischen Anspruch angegangen werden musste. Als geeignetste Stelle war bald der Bereich direkt vor dem Pavillon am Haupteingang identifiziert, da der erhöht gelegene Vorplatz in etwa bereits die Höhe eines SSB-Bahnsteigs hat und so zumindest die Haltestelle Richtung Innenstadt niveaugleich an das bestehende Bauwerk angeschlossen werden kann.

Die ersten Gespräche mit den zuständigen Mitarbeitern der Liegenschaftsverwaltung des Landes Baden-Württemberg, des Denkmalschutzes und der Wilhelma waren geprägt von großer Skepsis ob der Idee der SSB-Planer, einen Hochbahnsteig direkt vor das Wilhelmaportal zu setzen. Wichtig war in dieser Situation, den übrigen Projektbeteiligten zu vermitteln, dass man sich bei der SSB der anspruchsvollen städtebaulichen und denkmalschutzrechtlichen Situation bewusst ist, und auch genügend Sensibilität besitzt, entsprechend damit umzugehen. Hilfreich war dabei der Verweis auf in den letzten Jahren gebaute, gestalterisch anspruchsvolle Haltestellen wie Mineralbäder oder die Wartehallendächer am Milchhof und entlang der U 15 Süd. Erfreulicherweise war von den kritischen Verhandlungspartnern auch viel Lob für die sonst häufig kritisierten SSB-Hochbahnsteige zu hören, was schließlich zu einer sehr konstruktiven Zusammenarbeit führte.

Da sich auch die übrigen Planungen für die Baumaßnahmen und die Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren sehr lange hinzogen, dauerte es schließlich rund zwei Jahre, bis man sich auf eine Lösung einigen konnte. Für die Planung des Bahnsteigs, der in seiner Gestaltung möglichst unscheinbar sein sollte, war zwischenzeitlich ein Architekturbüro hinzugezogen worden. Vor allem bezüglich der Einrichtungen auf dem Bahnsteig, wie die Überdachungen und die Fahrkartenautomaten, bestanden große Vorbehalte. Schließlich einigte man sich auf ein schlichtes, gebogenes Glasdach auf zwei Metallstützen. Die Automaten und die Technikschränke werden zusammen mit den Wilhelma-Ticketautomaten zu Gruppen zusammengefasst und erhalten eine einheitliche, unauffällige Farbe. Der Bahnsteig soll mit einem geschnittenen Heckenblock versehen werden, der ihn weitgehend verdeckt. Das Ergebnis der Überlegungen wurde schließlich durch ein professionelles Visualisierungsbüro in einer Computer-Fotomontage dargestellt und im Mai / Juni 2008 den zuständigen Kommunalpolitikern präsentiert. Diese zeigten sich abgesehen von kleineren Änderungswünschen grundsätzlich sehr angetan von der vorgestellten Lösung. Die Visualisierungen erwiesen sich auch im weiteren Planungsprozess als sehr hilfreich, da durch ihre kontinuierliche Überarbeitung eine Reihe von Gestaltungsdetails anschaulich dargestellt und beurteilt werden konnte.

Die Haltestelle Wilhelma ist jedoch nicht der einzige Punkt, an dem SSB-Anlagen vom Rosensteintunnel betroffen sind. Am nördlichen Tunnelportal muss auch die Haltestelle Rosensteinpark um rund 150 Meter in Richtung Rosensteinbrücke verschoben werden. Die neuen Seitenbahnsteige dieser Haltestelle werden zukünftig versetzt zueinander angeordnet. Ansonsten bleibt sie größtenteils unverändert. Während der Bauzeit wird ein längerer, eingleisiger Betrieb aber unvermeidlich sein. Auch im Bereich des Leuzeknotens wird die SSB während der Bauzeit mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen müssen: Wie auch im Bereich der Haltestelle Wilhelma werden die Gleise der U 14 immer wieder über längere Zeiträume nur eingleisig befahrbar sein. Die Übereckverbindung von der König-Karl-Brücke in Richtung Wilhelma wird mehrmals über mehrere Monate hinweg gar nicht befahrbar sein. Ein- und Ausrücker müssen in dieser Zeit an den Mineralbädern kehren. Doch mit der Fertigstellung dieser Maßnahmen werden die baustellenbedingten Beeinträchtigungen in diesem Bereich noch nicht vorbei sein. Auch beim Bau der neuen DB-Brücke über den Neckar im Zuge des S21-Projektes wird eine eingleisige Strecke im Bereich des Brückenwiderlagers unvermeidlich sein.

Dies sind im übrigen auch mit die Hauptgründe, weshalb die SSB seit langem der Kommunalpolitik zu vermitteln versucht, dass eine Führung der U 13 über die Wilhelma statt über die Badstraße die SSB nicht nur fast eine Million Euro jährlich kosten würde, sondern vor Fertigstellung dieser Baumaßnahmen in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts aufgrund der eingleisigen Strecken gar nicht möglich ist. Bei der Bearbeitung der Planunterlagen mussten auch die Kollegen vom ASS und vom Tiefbauamt einige schwierige Probleme lösen. So wird das neue Elefantenhaus der Wilhelma auf dem neuen Tunnel gebaut werden. Die Frage, wie viel Erschütterungen und Vibrationen aus dem Betrieb des Tunnels den empfindlichen Elefantenfußsohlen zugemutet werden dürfen, war nicht einfach zu beantworten. Die einschlägigen Richtlinien sehen einen Grenzwert hierfür jedenfalls nicht vor.

Eine Untersuchung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ergab allein im Bereich der Tunneltrasse fast 40 Verdachtsflächen für Bombenblindgänger aus dem zweiten Weltkrieg, die nun alle einzeln freigelegt und überprüft werden müssen. Die alliierten Bomber hatten versucht, die nahe gelegenen Bahnanlagen zu treffen.

Ende 2008 wurde schließlich der Bebauungsplan Rosensteintunnel, der die genehmigungsrechtliche Grundlage für das Bauprojekt darstellt, im Entwurf fertiggestellt und den sogenannten Trägern öffentlicher Belange zur Stellungnahme vorgelegt. Im Laufe des Jahres 2010 wurde der Plan öffentlich ausgelegt. Im Jahr 2011 könnte er in Kraft treten. Bereits 2010 wurde mit vorbereitenden Maßnahmen begonnen. So muss das Baufeld freigemacht werden, der sogenannte Elefantensteg wird abgerissen und neben anderen Leitungsträgern muss vor allem die SSB eigene Hauptversorgungsleitungen verlegen. Mitte 2011 beginnt dann der Bau einer 660 Meter langen neuen Tunnelröhre im Bereich des Leuzeknotens, im Frühjahr 2012 startet der Rohbau des Rosensteintunnels. Die Verlegung der beiden Haltestellen Wilhelma und Rosensteintunnel ist für das Jahr 2013 vorgesehen. In Betrieb gehen sollen die beiden Bauwerke Rosensteintunnel und neuer Leuzeknoten allerdings erst im Jahr 2017. Zu diesem Zeitpunkt steigen die SSB-Fahrgäste bereits vier Jahre an den neuen Haltestellen ein und aus, und können auf dem Heimweg vom Zoobesuch direkt vom Wilhelma-Haupteingang abfahren.

http://www.ssb-ag.de/U14-Haltestelle-Wilhelma-474-0.html

Notwendigkeit für den Rosensteintunnel ergibt sich aus gefakten zahlen. 23.02.2011Bebauungsplan erneut ausgelegt

Jörg Nauke, 23.02.2011 13:39 Uhr

Ausschuss des Gemeinderats ist am Dienstag über die Planung des B-10-Tunnels unter dem Rosensteinpark gestritten worden. Die “Stuttgart-21-Mehrheit” aus CDU, SPD, FDP und Freien Wählern hat nach heftiger Debatte den von SÖS/Linke unterstützten Antrag der Grünen nach einem sofortigen vorläufigen Baustopp an der Wilhelma abgelehnt, wo derzeit vorbereitende Maßnahmen wie Leitungsverlegungen stattfinden.
Auslöser der Debatte war die Feststellung, dass die im Auftrag von Stadt, Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart und dem Regionalverband erstellte Prognose für den Schwerlastverkehr viel zu hoch ausgefallen ist. Diese Zahl sollte die Notwendigkeit des 200-Millionen-Euro-Projekts untermauern. Wenn der Verkehr aber weniger zunimmt als erwartet, fallen auch die Schadstoffwerte geringer aus, was ein Gutachten bestätigen soll. Vor steigender Luftverschmutzung wegen des Verkehrs im Tunnels warnen bekanntlich die Projektgegner. Es gab bisher mehr als 600 Einwendungen.
Der Baubürgermeister Matthias Hahn (SPD) bestätigte gestern, dass eine zweite öffentliche Debatte über die Details stattfinden müsse, vorerst aber weiter gebaut werde. Es blieben den Stadträten noch ausreichend Möglichkeiten, die Reißleine zu ziehen und gegen das Projekt zu stimmen, sagte er.

Schwerlastverkehr falsch eingeschätzt Die Grünen und örtliche Bürgerinitiativen gehen davon aus, dass die Stadtverwaltung nur deshalb kein Interesse mehr an den hohen Prognosezahlen habe, weil die korrespondierenden Schadstoffwerte in den Stadtteilen inakzeptabel hoch seien. Bisher prophezeiten die Experten eines Karlsruher Büros ein Aufkommen an der Friedrichswahl im Norden von 14.100 und an der Uferstraße im Osten von 13.700 Lastwagen täglich, heute sind es lediglich 6400 beziehungsweise 7800.
Wer die Entwicklung beim Schwerlastverkehr falsch eingeschätzt habe, müsse sich schon fragen lassen, wie glaubwürdig seine übrigen Zahlen seien. Womöglich seien alle viel zu hoch angesetzt worden, um den Bau des umstrittenen Straßentunnels zu legitimieren, sagte Grünen-Stadtrat Michael Kienzle. Ein Vorgehen, das dem bei Stuttgart 21 gleiche. Gangolf Stocker (SÖS/Linke) blies ins gleiche Horn.
Die Vertreter der anderen Parteien widersprachen dieser Ansicht. Philipp Hill (CDU) und Roswitha Blind (SPD) wiesen darauf hin, dass schon das heutige Verkehrsaufkommen auf der B10 und die starke Belastung durch Schleichverkehr in Zuffenhausen, Rot und Hallschlag den Bau des Straßentunnels rechtfertigten. 
Thürnau warnt vor möglichen Schadensersatzforderungen Dass der Verkehr weniger zunehme als bisher befürchtet, womöglich wegen veränderter Rahmenbedingungen (Lkw-Fahrverbot, Finanzkrise) ändere an der Notwendigkeit des Projekts nichts. Einen Bebauungsplan ein zweites Mal auslegen zu müssen, weil es neue Erkenntnisse gebe, sei nun wirklich nichts Außergewöhnliches.
Auch der für den Pragtunnel hatte zweimal präsentiert werden müssen. Hill erinnerte daran, dass der Ausschuss beschlossen habe, mit den Vorarbeiten zu beginnen. Technikbürgermeister Dirk Thürnau (SPD) warnte vor einem Baustopp: In diesem Fall drohten hohe Schadenersatzforderungen.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2827129_0_5820_-rosensteintunnel-bebauungsplan-erneut-ausgelegt.html

Zu hohe LKW-Zahlen: Neuer Bebauungsplan. 10.02.2011

Neuer Bebauungsplan bis zum Sommer

Wolfgang Schulz-Braunschmidt, 10.02.2011 07:00 Uhr

wp21

Stuttgart – Der Bebauungsplan für den knapp 200 Millionen Euro teuren Rosensteintunnel wird neu ausgelegt. Das hatte der Bau- und Umweltbürgermeister Matthias Hahn auf der Bürgerversammlung im Stuttgarter Osten Ende Januar überraschend mitgeteilt. Als Grund für diesen ungewöhnlichen Schritt erklärte Hahn, der bisherige Plan enthalte zu hohe Zahlen bezüglich des Lastwagenverkehrs. Man gehe inzwischen von weniger Schwerverkehr auf der Strecke zwischen Zuffenhausen und dem Leuzetunnel aus. Der Bebauungsplan solle noch vor der Sommerpause beschlossen werden.
Anschließend könnten sich die Bürger in einer weiteren Anhörung zu dem Projekt äußern. Gegen den nun zurückgezogenen Bebauungsplan hatte es weit mehr als 600 Einwendungen von Bürgern gegeben.Im Stadtplanungsamt beruft man sich wegen der Neuauflage auf eine veränderte Faktenlage. “Wir sind in dem Bebauungsplan für den Rosensteintunnel beim Lastwagenverkehr ganz bewusst vom schlimmsten vorstellbaren Szenario für die nächsten 15 Jahre ausgegangen”, erklärt Stephan Oehler, Leiter der Abteilung Verkehr im Stadtplanungsamt, auf Anfrage. Diese Prognose habe sich bei näherer Betrachtung allerdings als nicht mehr haltbar erwiesen. Der Unterschied zwischen dem tatsächlich zwischen Zuffenhausen und der B14 am Neckarufer gezählten und dem für die Zukunft prognostizierten Schwerverkehr sei ganz erheblich gewesen.
Konkrete Zahlen nannte Oehler allerdings nicht. “Der Bau des Rosensteintunnels wird schon zu mehr Lastwagenverkehr führen”, stellte er klar. “Der Zuwachs wird allerdings nicht so hoch sein, wie wir bisher angenommen haben.” Deshalb müssten auch die zum Bebauungsplan gehörenden Lärm- und Schadstoffgutachten noch einmal überarbeitet werden.
“Wenn es weniger Verkehr gibt, dann wird der Rosensteintunnel erst recht nicht gebraucht”, kritisiert Annette Schade-Michl von der Zuffenhäuser Schutzgemeinschaft Krailenshalde. “Nach den vielen Einsprüchen gegen den Rosensteintunnel versucht die Stadt alles, um die Umweltbelastungen herunterzurechnen.” Um die viel zu hohen Stickoxidwerte in Wohngebieten aus der Welt zu schaffen, sollten die Gutachten rechnerisch optimiert werden.
Die Bürgerinitiative und der Bürgerverein Zuffenhausen werfen der Stadt – wie berichtet – vor, “den Rosensteintunnel als Maßnahme zur Luftreinhaltung zu verkaufen, obwohl Gutachten das Gegenteil belegen”. Die Auswertung der vorliegenden Bebauungsplanunterlagen habe ergeben, dass es nach dem Tunnelbau in Zuffenhausen zu überhöhten Stickstoffdioxidwerten (NO2) mit Grenzwertüberschreitungen in Wohngebieten komme. Betroffen sei auch ein Kindergarten an der Burgunderstraße.
Über diese großflächigen Grenzwertüberschreitungen seien die Stadträte vor der Abstimmung über den Rosensteintunnel überhaupt nicht informiert worden, so die Kritiker. Der höhere Schadstoffausstoß wird nach Ansicht der Kritiker durch das erheblich höhere Verkehrsaufkommen verursacht. Durch den Tunnelbau nehme der Verkehr auf der B 10/27 um 28.000 auf 91.000 Fahrzeuge am Tag zu.
Das südliche Tunnelportal des Tunnelbauwerks soll auf Höhe des Elefantenstegs oberhalb der Stadtbahn-Haltestelle Wilhelma liegen. Dort münden die vier Fahrspuren in die B10. Im Norden liegt die Tunneleinfahrt auf Höhe der Stadtbahn-Haltestelle Rosensteinpark. Über dem Südportal soll später die neue, wegen Stuttgart 21 notwendige Eisenbahnbrücke die Fahrspuren überqueren. Frühestens 2015 sollen täglich 67.000 Fahrzeuge – knapp 20.000 mehr, als heute in der Pragstraße gezählt werden – durch die Röhren rollen. Dank des Rosensteintunnels verringere sich die Verkehrsbelastung in der Pragstraße auf 20.000 Autos am Tag, heißt es bei der Stadt.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.rosensteintunnel-in-stuttgart-neuer-bebauungsplan-bis-zum-sommer.09b7cc0f-de90-48b9-bb9b-bfe57065e02b.html

Rosensteintunnel: Plan wird still und leise zurück gezogen. 10.02.2011

Kommentar Im Dauerstreit

Wolfgang Schulz-Braunschmidt, veröffentlicht am 10.02.2011

Stuttgart – Dass eine Stadt Bebauungspläne erarbeitet, ist völlig normal. Dass sie einen in der Öffentlichkeit besonderes umstrittenen Plan plötzlich still und leise zurückzieht, ist hingegen sehr bemerkenswert. Offiziell wird der ungewöhnliche Schritt mit den angeblich viel zu hohen Werten für den Lastwagenverkehr nach dem Bau der beiden zweispurigen Röhren begründet.

Plötzlich sollen also lange gültige und doch wohl seriöse Verkehrsprognosen nicht mehr stimmen. Die Kritiker halten den Bau eines vierspurigen Tunnels unter dem Rosensteinpark seit langem für ein wesentliches Teilstück einer neuen Stadtautobahn. Dann könne der Schwerverkehr Tag und Nacht ungehemmt zwischen der A 81 im Norden und der A 8 im Süden der Landeshauptstadt mautfrei und ungebremst mitten durch Stuttgart rollen: Lastwagen ohne Ende.
Inoffziell ist zu hören, dass die Gegner des 20

Stuttgart – Dass eine Stadt Bebauungspläne erarbeitet, ist völlig normal. Dass sie einen in der Öffentlichkeit besonderes umstrittenen Plan plötzlich still und leise zurückzieht, ist hingegen sehr bemerkenswert. Offiziell wird der ungewöhnliche Schritt mit den angeblich viel zu hohen Werten für den Lastwagenverkehr nach dem Bau der beiden zweispurigen Röhren begründet.

Plötzlich sollen also lange gültige und doch wohl seriöse Verkehrsprognosen nicht mehr stimmen. Die Kritiker halten den Bau eines vierspurigen Tunnels unter dem Rosensteinpark seit langem für ein wesentliches Teilstück einer neuen Stadtautobahn. Dann könne der Schwerverkehr Tag und Nacht ungehemmt zwischen der A 81 im Norden und der A 8 im Süden der Landeshauptstadt mautfrei und ungebremst mitten durch Stuttgart rollen: Lastwagen ohne Ende.
Inoffziell ist zu hören, dass die Gegner des 200 Millionen Euro teuren Verkehrsbauwerks im Dauerstreit mit der Stadt jetzt mit ihren Einsprüchen gegen den “alten” Bebauungsplan gepunktet haben. Vor allem die Kritik der Schutzgemeinschaft Krailenshalde und des Bürgervereins Zuffenhausen soll maßgeblich zu der Überlegung, den Bebauungsplans zu überarbeiten, beigetragen haben. Offenbar befürchtet man im Rathaus, bei einer Auseinandersetzung vor Gericht schlechte Karten zu haben.
Die Kritiker hatten der Stadt im Herbst 2010 unwidersprochen vorgeworfen, die Stadträte manipuliert zu haben. Bei der Abstimmung über den Rosensteintunnel hätten wesentliche Informationen in der Vorlage gefehlt. Das Gutachten, das überhöhte Schadstoffwerte in Zuffenhäuser Wohngebieten nachweise, sei nicht dabei gewesen.

Nun ist damit zu rechnen, dass im neuen Bebauungsplan weniger Lastwagen unterwegs sind und in Zuffenhausen kaum noch Schadstoffe durch Wohngebiete wabern. Aber auch dann ist eines sicher: Der Streit über den Tunnelbau wird weitergehen.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2809448_0_2147_-kommentar-im-dauerstreit.html

Rosensteintunnel, kein Spaß für die Anwohner!

Bagger, Sprengarbeiten und Lärm

Claudia Bell, vom 29.06.2011 13:27 Uhr

Stuttgart – Bei der Infoveranstaltung des Bezirksbeirats Nord und des Vereins InfoLaden Stuttgart 21 ging es am Montag nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen heiß her. Auch die Präsentation zum geplanten Bau der Logistikstraße und des zentralen Logistikfeldes sorgte für erhitzte Gemüter unter den rund 300 Anwesenden.

Eine der zentralen Fragen war dabei, weshalb die Bahn den Abtransport der Erde und Schutt nicht über die Gleise abwickelt, sondern dafür eigens die sogenannte Zuführung Feuerbach unter dem Kriegsberg und dem Killesberg sowie die Zuführung Cannstatt unter der Heilbronner Straße und dem Rosensteinpark baut. Etwa eineinhalb Jahre dauern die Arbeiten an den Straßen.

Nächtliche Sprengarbeiten stoßen Anwohner sauer auf

Eine Nutzung der Gleise ist definitiv nicht machbar”, erklärte Alfons Plenter von der DB Projektbau GmbH. Die größten Sorgen machen sich die Anwohner um den Lärm, der während der geplanten Bauzeiten von Montag bis Samstag zwischen 7 und 20 Uhr zu hören sein wird. Auch die bisweilen für Sonntage geplanten Bauarbeiten sowie die nächtlichen Tunnelsprengungen stoßen den Anwohnern sauer auf. “Es wurden detaillierte Prognosen erstellt, auf Grund derer wir schon heute ungefähr sagen können, wie hoch die Lärmbelästigung für die Anwohner sein wird”, sagte Alice Kaiser, Bürgerbeauftragte der Stadt für Stuttgart 21. Die Bahn sei dazu verpflichtet, diese Prognosen während der Bauzeit stetig zu überprüfen und gegebenenfalls die Bauarbeiten zu unterbrechen.

Wenn der Lärm über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten höher als fünf Dezibel über dem erlaubten Wert liegt, dann muss die Deutsche Bahn entsprechende Maßnahmen ergreifen oder Entschädigungen leisten”, sagte Kaiser. Gegen den befürchteten Lärm solle eine 2,50 Meter hohe Schutzwand helfen. Die Bahn werde sich an diese Abmachung halten.

Jupp Klegraf vom InfoLaden Stuttgart 21 ermahnte die Zuhörer, auch an die positiven Seiten zu denken. Die Bürger im Quartier “Auf der Prag” würden in vielerlei Hinsicht profitieren. “Denken Sie nur an den schon lange versprochenen Behindertenaufzug oder an das schlechte Pflaster auf der Otto-Umfried-Straße”, sagte er. All diese Projekte würden im Zuge von S21 realisiert.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-bagger-sprengarbeiten-und-laerm.b692b9dd-dee1-42e8-89be-59f8efa3046c.html

Rosensteinviertel, Staub und Lärm wird befürchtet -die Bahn mauert 08.11.2010

Die Furcht vor Staub und Lärm

Benjamin Schieler, 10.11.2010 13:34 Uhr

Auf die Rosensteinstraße kommen viele Jahre der Umgestaltung zu.

Stuttgart – Auf der Internetseite der Stadt » wendet sich Oberbürgermeister Wolfgang Schuster per Videobotschaft an die Bürger. Er will diejenigen zurückgewinnen, die sich nicht in Entscheidungsprozesse eingebunden fühlen. “Rosenstein – Wir gestalten unsere Stadt von morgen” heißt die Veranstaltungsreihe, die am Mittwoch beginnt und den Blick auf die städtebauliche Komponente von Stuttgart 21 richtet. Auf das Stadtviertel, das dort entstehen soll, wo heute Gleise den Norden vom Osten trennen. Zwischen Rosenstein- und Heilbronner Straße aber ist die Vorfreude gedämpft. Dort fragen sich viele, was sie aushalten müssen, bevor frühestens 2019 Visionen verwirklicht werden können.
Diese Frage stellt auch eine Ausstellung des Vereins Infoladen Stuttgart 21 in der Martinskirche. Der Vorsitzende Josef Klegraf, von 1993 bis 2003 ehrenamtlicher Bezirksvorsteher im Norden, glaubt, das Projekt bringe dem Viertel “langfristig viele Vorteile”: Arbeitsplätze, direkte Zugänge ins Grüne, die S-Bahn-Station Mittnachtstraße. Er ist kein Stuttgart-21-Gegner, sagt aber: “Wir müssen bis zu sieben Jahre lang mit immensen Belastungen rechnen.” 
“Die Bahn mauert nur noch” Die Erkenntnisse haben sich seine Mitstreiter selbst erarbeitet. “In der Anfangsphase war die Bahn kooperativ. Seit 2005 mauert sie nur noch.” So werde eine Mischung aus Fakten des Planfeststellungsbeschlusses und Schätzungen präsentiert. Anders als von den Projektträgern behauptet, würden die 4,1 Millionen Kubikmeter Aushub und 835.000 Kubikmeter Beton, die am Hauptbahnhof anfallen, nicht zum Großteil über Bahnflächen transportiert. “Etwa ein Drittel des Verkehrs wird über öffentliche Straßen laufen”, sagt Klegraf. Er sorgt sich zudem um die Anwohner der Presselstraße, weil nur acht Meter unter der Erde Tunnelarbeiten stattfinden sollen.

Das Kommunikationsbüro der Bahn konnte dies alles am Dienstag weder bestätigen noch dementieren. Im Baulogistik-Bereich der Projekt-Ausstellung im Turmforum des Hauptbahnhofs heißt es, alles werde “so effektiv und schonend wie nur irgendwie möglich” geregelt. Allerdings erfährt der Besucher nur wenig über das Zentrale Logistikzentrum am Nordbahnhof. Unbestritten ist, dass in der Rosensteinstraße in Spitzenzeiten bis zu 2400 Lastwagen täglich fahren werden, auch auf öffentlichen Wegen. Auf Höhe des Kolping-Bildungswerks wird eine Wendeschleife und Zufahrt auf die Logistikstraße entstehen, von der aus die Transporter in entgegengesetzter Richtung zum Nordbahnhof gelangen.  Offene Fragen zum Lärmschutz Nach Informationen von Klegraf ist auf Höhe des Ufa-Kinopalastes eine Einhausung der Logistikstraße zum Emissionsschutz geplant. Im weiteren Verlauf der Straße sei das nicht der Fall. Betroffen ist davon eine städtische Tageseinrichtung für bis zu 280 Kinder. “Wir haben uns noch nicht damit beschäftigt, wie wir damit umgehen”, sagt der Jugendamtsleiter Bruno Pfeifle. Auch im Kolping-Bildungswerk war man zur Eigenrecherche gezwungen. “Wir haben die Bahn mehrfach angeschrieben, aber sie informiert uns nicht”, sagt der stellvertretende Schulleiter Bertram Maurer. Sorgen um die 700 Schüler mache man sich zwar nicht. Klaus Vogt, der neue Vorsitzende des Bildungswerks Württemberg und alte Chef der Stuttgarter Wirtschaftsförderung, glaubt an einvernehmliche Lösungen. Unter den Status quo dürfe man freilich nicht zurückfallen. “Ein geregelter Schulbetrieb muss möglich sein”, sagt er. 

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2701208_0_9223_-rosensteinviertel-die-furcht-vor-staub-und-laerm.html

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